Heute sehen wir uns einmal an wie Selbstverteidigung für Frauen das Leben erleichtert und wie weibliche Vorbilder andere Frauen dazu inspirieren.
Die Kampfkünste waren bisher immer eine von Männern dominierte Aktivität. Aber in den letzten Jahren traten immer mehr Frauen in den großen Kampfkunst- und Mixed Martial Arts Arenen auf, und inspirierte die Frauenwelt.
Eine der bekanntesten ist die frühere Olympiasiegering im Judo, Rhonda Rousey. Wenn man beobachtet wie Rhonda trainiert oder im Oktagon kämpf, wird schnell klar, warum sie zu den höchstbezahltesten Athleten der Welt gehört. Ihr Stil hat unglaublich viele Männer und Frauen auf der ganzen Welt animiert in diese Aktivitäten hinein zu schnuppern.Es ist leicht Rhonda Rousey als Vorzeigeathletin hervorzuheben, aber da draußen gibt es noch eine ganze Menge Frauen die die Attribute Frau und Kampfsport außerordentlich gut vertreten.
Das Ganze geht noch viel tiefer als der bloße Sport. Frauen werden nicht mehr nur als Opfer dargestellt, sondern zeigen klar und deutlich das auch sie genauso effektiv sein können wie Männer. Sie können sich nicht nur verteidigen, sondern zeigen anderen Frauen das sie nicht nur die Opfer bei häuslicher Gewalt sein müssen.

Was bringt Euch Frauen eigentlich Selbstverteidigungsunterricht?
Ganz einfach…
Steigerung der körperlichen Fitness, der Kraft, und daraus resultiert eine erhebliche besser Selbstsicherheit. Frauen wird klar, dass sie nicht nur auf der Opferseite stehen müssen.
Häusliche Gewalt war schon immer ein Tabuthema, welches erst in den letzten Jahren immer mehr an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Immer mehr Frauen und Mädchen nehmen an Selbstverteidigungskursen teil. Es geht nicht nur darum diesen Frauen beizubringen wie man Fitter und Selbstsicherer wird, sondern das sie verstehen, dass wenn sie Angegriffen werden, sie auch genauso gut zurückschlagen können. Die Situation erkennen und auch den Spieß umdrehen können.
Einer amerikanischen Studie von Women Aid zufolge, sterben dort jede Woche 2 Frauen durch die Hand eines aktuellen oder früheren Partners. Wir haben aber die Möglichkeit diese Statistik zu ändern. Und die Rolle dieser bekannteren weiblichen Vorbilder ist dabei nicht zu unterschätzen.

Frauen in den Kampfkünsten, oder die die den Weg ebneten.
Natürlich gab es auch schon weibliche Vorbilder vor Rhonda Rousey.
Deren Vorarbeit ist nicht zu unterschätzen, wurde aber durch MMA und AFC etwas in den Hintergrund gedrängt. Diese ganzen Vorbilder sind sehr inspirierend, aber wir brauchen keine Armee von Medaillengewinnerrinnen um die Vorteile zu erkennen, welche schon durch normales Training erreicht werden kann.

Eine unserer Defence Lab Schülerrinnen aus Großbritannien, B. Dean, gab zu diesem Thema ihre eigenen Erfahrungen preis:
„Mit 19 habe ich eine Demonstration von Defence Lab in Sheffield gesehen. Ich hatte bis dahin schon einige negativen Erfahrungen sammeln müssen, und wollte in der Lage sein mich selbst zu behaupten und wehren zu können. Ich war im Begriff ein Studium anzufangen und wollte mich sicherer fühlen, wenn ich abends alleine auf dem Nachhauseweg war. Ich hatte schon ein wenig in Karate, Thai Boxen und Kick Boxen trainiert, war aber von Defence Lab wirklich beeindruckt. Nach einem Gespräch und Probetraining in Defence Lab hatte ich wirklich das Gefühl, das ich hier lernen könnte mich effektiv zu verteidigen. Und es sah einfach verdamm cool aus. Anfangs haderte ich mit mir dort alleine zum Unterricht zu erscheinen, fand aber nach 2 bis 3 Monaten endlich den Mut mit einer Freundin zum Training zu gehen.
Wir waren begeistert. Dieser Schritt hatte eine unglaubliche Wirkung auf mich, und die Personen in meinem Umfeld. Es entwickelten sich enge Bindungen und Defence Lab ist wie meine zweite Familie. Ich habe immer das Gefühl das ich mit Problemen und Sorgen nicht alleine stehe. Man lernt viele gleichgesinnte Menschen aus der ganzen Welt kennen. Man lernt sich kennen und hat keinerlei Berührungsängste, da man praktisch der gleichen Familie angehört. Für mich ist Defence Lab das beste System, welchen den Focus auf die heutige Welt und Situation legt. Schon die DL-Philosophie zeigt wie sich Defence Lab von anderen Systemen unterscheidet. Gewalt ist der letzte Ausweg. Wir wollen deeskalieren und die Situation entspannen. Es ist nicht von vornherein auf Aggression getrimmt und hat nichts von den üblichen Einer gegen Einen Systemen. Es beschäftigt sich mit den heutigen Umständen und hängt nicht Traditionen hinterher, die meist mit der Realität nichts zu tun haben. Es lehrt das man in der Wirklichkeit sehr oft mit Situationen konfrontiert wird, wo man mehreren Angreifern gegenübersteht. Einem die Gefühle übermannen oder der Körper nicht das macht was er soll. Es kann immer und überall passieren.
Ich liebe das Shape-Shifting und fange grade damit an diese Bewegungsabläufe zu verstehen. Ich mag das es sehr instinktiv ist und wie man diese Anwendung auf verschiedenste Weise nutzen kann. Mein Ziel ist es DL zu unterrichten, und ich möchte dazu die Instruktoren-Prüfung schaffen. Defence Lab hat mein Leben zum Besseren verändert. Als Frau kann ich nur sagen, dass ich es sehr wichtig finde das eine Frau, speziell in heutigen Verhältnissen, lernt sich effektiv zu verteidigen.
Ich komme aus einer rauen Gegend und habe mich nie wirklich sicher gefühlt, wenn ich alleine unterwegs war. Ich erfuhr wie leicht es für andere war mich körperlich und mental zu bedrohen: Seit Defence Lab habe ich dieses Gefühl nicht mehr. Ich weiß das ich durch mein Training die Möglichkeit habe potentiell gefährliche Situationen zu erkennen, und mich auch gegebenenfalls meiner Haut wehren kann. Ich habe nicht mehr die Angst die ich hatte.
Bei Defence Lab steht nicht dieser bekannte Wettbewerb im Vordergrund. Die Instruktoren lieben was sie machen, und das merkt man auch ganz schnell im Unterricht. Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt wie ich zu so einer Sache stehe, und ob ich Kinder unterrichten würde, wäre meine Antwort sicherlich ganz anders ausgefallen.“

Zusammenfassend kann man durchaus behaupten das ein Training in Selbstverteidigung viele Vorteile hat. Aber besonders für Frauen kann es ein Weg sein häuslicher Gewalt zu entfliehen. In der heutigen Zeit ist es umso wichtiger zu wissen das man nicht das Opfer sein muss. Man kann sich behaupten und muss Belästigungen und Übergriffen nicht Hilflos gegenüberstehen.
Für Männer ist die Botschaft ganz klar…
Auch wenn Frauen kleiner, vielleicht schwächer und zierlicher sind, gibt es ihnen nicht das Recht sie anzugreifen oder zu belästigen.
Sei vorsichtig… Sie könnte schon eine Weile Defence Lab trainieren.

 

By A. Holland & R. Schmidbauer