Gefahr Gefahr Danger Danger Teil 2

Als Trainer für Selbstverteidigung oder Gewaltprävention sollte ich mir weder Stile noch Techniken zum Vorbild nehmen, sondern Bewegungen die man Instinktiv ausführen kann.

Gehen wir Heute etwas näher auf Funktionalität von Techniken unter Stress ein..

Welche Technik?

Hier fängt das Dilemma an.  Wie schon in Teil 1 erwähnt habe ich
a. Keine Zeit mich irgendwie vorzubereiten
b. In den allerseltensten Auseinandersetzungen Stilbezogene Techniken gesehen.
Meist startet so etwas unvermittelt oder nach kurzer verbaler Auseinandersetzung.
Gewalt, Aggressivität, Angst und Adrenalin bestimmen das Geschehen.

Und nochmal, es geht hier in keinster Weise darum Behauptungen aufzustellen, welcher Stil wohl der bessere ist.

Die 3 i's Instikt Intuition Intelligenz

Als Trainer für Selbstverteidigung oder Gewaltprävention sollte ich mir weder Stile noch Techniken zum Vorbild nehmen, sondern Bewegungen die ich Instiktiv und natürlich ausüben kann. Und selbstverständlich gehören auch das Training von Technik und Drills dazu. 
Auch der größte Maler musste erst lernen mit Farben und seinem Material umzugehen.

Wenn wir eine Person beobachten die aus einer Gefahrensituation flüchten, sehen wir ursprüngliche, dynamische und instinktive Bewegung. Nichts daran musste erlernt werden. Es ist in uns allen verankert.

Flucht

Kategorien von Stilen

Man kann praktisch alle existierenden Stile und Systeme in 4 verschiede Kategorien einteilen.
Ähnlich wie die Makros in Deiner Ernährung. Natürlich will ich das Beste, aber nur der richtige und ausgewogene Mix bringt den erwünschten Erfolg. 
Hier also eine interessante Einteilung:

Kategorie 1: Alle klassischen Kampfkunststile. (zB Tai-Chi, Wing Chun, Karate)

Kategorie 2: Alle Kampfsportstile. (zB Muay Thai, MMA, BJJ)

Kategorie 3: Alle realitätsbasierenden Selbstverteidigungssysteme

Kategorie 4: Gewalttätige Auseinandersetzungen

Warum habe ich jetzt die letzte Kategorie hier eingebracht, obwohl sie auf den ersten Blick nicht in diese Gruppierungen reinpasst?

Nun die ersten 3 Kategorien glauben das sie Kategorie 4 abdecken.
Klarheit..
Schaut man sich an wie die ersten 3 Kategorien trainieren und deren Zielsetzung wird es schon klarer. Fragt man Personen die in einer der ersten 3 Kategorien trainieren, und fragt sie ob sie auf die Kategorie 4 vorbereitet sind, werden alle diese Frage mit JA beantworten.

Es stellt sich dann die Frage: „Wie kommt es, das man in den wenigsten realen Auseinandersetzungen (GoPro und YouTube Videos) Techniken der ersten 3 Kategorien erkennt?“

Alles was wir sehen sind spontane, brutale und grobmotorische Bewegungen.
Die Person tut instinktiv was sie tun muss, um aus dieser Situation zu entfliehen oder als Sieger hervorzugehen.

Warum also, verlassen wir uns auf , oder trainieren Technik die nie wirklich funktioniert?
Warum legen wir nicht den Focus auf die 3 i’s?
Denn kombiniert man diese 3 Aspekte bekommt man einen ganz anderen Blickwinkel für Gefahr und wie ich mich davor schützen kann.

Wenn man lange in diesem Bereich arbeitet bekommt man zwangsläufig die eine oder andere Story von Auseinandersetzungen erzählt oder hört sie von anderen Quellen. 
Die Folgende ist interessant:

Ein Mann (mit Armeeausbildung usw.), war mit seiner Freundin in Südamerika unterwegs. Sie wanderten und wurden von 2 Männern mit Messer und Machete überfallen und ausgeraubt.
Der Mann äußerte später das er sich, on seiner Ausbildung, so falsch verhalten hatte. Er war doch ausgebildet und hat trotzdem nichts unternommen um die Angreifer zu stoppen. Er fühlte sich hilflos. Darauf hin wurde er gefragt das er doch sicherlich etwas nicht mehr machen würde, und was dass sei… Er sagte , er würde nie mehr in dieses Land fahren oder dort wandern.  Er wurde weiterhin gefragt, was denn in der geschilderten Version ein alternatives Ende hätte sein können.
Der Mann antwortet, „Wir hätten verletzt werden können.“
Eine andere Alternative bitte, wieder “ Wir hätten getötet werden können und unsere Frauen verschleppt oder vergewaltigt werden könne.“

Also war seine Erfahrung, im Gegensatz zu den Alternativen positiv zu werten.

Eine Situation erkennen und danach zu handeln ist der Schlüssel einer guten Selbstverteidigung.
Intelligenz.
Auf sein Bauchgefühl zu hören ist die Intuition.
Entsprechend mit Einfachheit zu handeln ist Instinkt.

Wir sollten unser Training als Verbesserung der Mobilität, der Reaktion  und des Handelns verstehen.
Entsprechend sollten Techniken diese Ziele unterstützen und Stilübergreifend ihre Anwendung haben. 

Immer daran denken.. Schaut ein Ahnungsloser Mensch beim Aufwärmen in einem Box-Club zu und geht dann wieder, denkt er das diese Jungs nur Springseil hüpfen.


Schlägerei 2

More Posts:

Gefahr

Gefahr Gefahr Danger Danger

Sehr oft vergleichen wir unsere Ziele oder unser Können mit Personen die in dieser Richtung außergewöhnliches leisten, oder geleistet haben. Wie zB  Bruce Lee, Yp Man, Mike Tyson oder Connor McGregor. Ikonen…. Was würden diese Personen wohl tun, wenn…..?
Wir sehen wie weit wir kommen könnten, ignorieren aber wie weit wir dazu gehen müssen. Was sind wir bereit zu Opfern oder hinten anzustellen?

Dieser Selbstverteidigungsdrill

Dieser Selbstverteidigungsdrill

Dieser Selbstverteidigungsdrill wird Deine Art zu trainieren für immer ändern. Die Welt der Selbstverteidigung ist voller Witze…..Und dass ist einer davon!
“Wie viele Selbstverteidigungslehrer werden benötigt eine Birne in der Lampe zu wechseln?”
“100. Einer der die Birne wechselt und 99 die behaupten das es nicht funktioniert”

7 signs

7 Signs

You go to a self-defence school or club and for years, you train as your are told. So when you see someone else on Facebook or YouTube showing self-defence techniques in a way that is not like you are taught they are automatically wrong!!!

Schreib' uns

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.